Trockeneisstrahlen ist eines der innovativsten Reinigungsverfahren.
Als Strahlmittel werden hierbei Trockeneispellets (3mm) verwendet.
Durch einen Druckluftstrom werden diese auf die zu reinigende Stelle geschleudert und dosiert.

Die wohl besonderste Eigenschaft ist die Sublimation (Verdunstung). Dabei verdunsten die Pellets im Zusammenhang mit der niedrigen Temperatur (-78°C) und Auftreffgeschwindigkeit sofort beim Aufprallen auf den Schmutz.

Der Schmutzbelag wird spröde und durch den Luftdruck abgesprengt. Da Trockeneis gasförmig ist, wird eine Strahlgutbeseitigung bzw – entsorgung nicht notwendig! Der gelöste Schmutz kann anschließend einfach aufgesaugt oder zusammengefegt werden.

Vorteile:

  • nicht abrasiv, also oberflächenschonend
  • breites Anwendungsspektrum

  • keine Strahlgutentsorgung (da Trockeneis gasförmig ist)
  • oft zeitsparendere Arbeitsweise
Vergleich gegenüber Sand-/Glasperlenstrahlen
Trockeneisstrahlen
nicht abrasiv (nicht materialabtragend)
Strahlmittel sublimiert (geht beim Auftreffen in Gasform über und verfliegt)
keine Nachreinigung notwendig
schonender für zu reinigende Maschinen
Lebensmittelkonforme Reinigung
Sand-/Glasperlenstrahlen
abrasiv (materialabtragend)
Strahlmittel bleibt bestehen
Nachreinigung zwingend notwendig
Material oder Maschinen werden beschädigt
keine ideale Anwendung im Lebensmittelbereich

Beim Reinigen / Strahlen mit Trockeneis werden die Trockeneispellets / -partikel mit Hilfe von Druckluft beschleunigt und direkt auf die zu reinigende Oberfäche gestrahlt!

3 Säulen der Funktionsweise:

Thermisch (punktuelle Unterkühlung)
Durch die Temperatur von -78 °C der Strahlpellets kommt es zur sofortigen Unterkühlung der Verunreinigung.
Sie wird spröde und rissig.

Kinetisch (Absprengung der Verunreinigung)
Die Trockeneispellets treffen mit sehr hoher Energie auf die zu reinigenden Flächen und werden dabei zerkleinert und verformt.
Die entstehenden Partikel dringen tief in die entstandenen Risse ein und unterwandern so die zu beseitigende Schmutzschicht.

Sublimation (Phasenumwandlungseffekt)
Die in die Spödrisse unterwanderten Trockeneispartikel sublimieren (Übergang von fest zu gasförmig) schlagartig.
Durch die bei der Sublimation entstehenden Volumenvergrößerung, wird die zu entferndende Schicht vollständig vom Werkstück getrennt.
Das Medium Trockeneis ist jetzt gasförmig.


Das Trockeneis Strahlverfahren ist gegenüber herkömmlichen Strahltechniken NICHT abrasiv. Das heißt, kein Abrieb am Werkstück und keine Beschädigung der Oberfläche. Außerdem muss kein verunreinigtes oder chemisches Strahlgut entsorgt werden.